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Schachanekdoten
Fischer steht schlecht
Bobby Fischer schreitet mit einem sehr nachdenklichen Gesicht durch den Turniersaal. "Was ist passiert?"
fragt Lombardy. "Ich stehe schlecht" antwortet Fischer. Lombardy: "Biete doch einfach Remis an."
Fischer: "So schlecht stehe ich nun auch wieder nicht!"
Nach dem Sieg
Ein bekannter Großmeister-Kollege traf Fischer nach dem Match gegen Taimanov in Vancouver, das der
Amerikaner sensationell mit 6:0 für sich entschieden hatte. "Was hältst du von Taimanovs Spiel?" fragte
er Fischer. Dieser antwortete boshaft: "Ich glaube, er spielt ganz gut Klavier!"
Vorgabe
Als der damalige Weltmeister Aljechin bei einem Spaziergang in Paris ein kleines Cafe betrat, um dort
eine Erfrischung einzunehmen bemekrte er, dass im selben Raum Schach gespielt wurde.
Nach einer Wile wurde er von einem Herrn gebeten, mit ihm doch eine Partie Schach zu spielen.
Der Weltmeister willigte ein, die Gegner setzten sich daraufhin an einen Tisch und stellten die Figuren
auf.
"Ich gebe Ihnen einen Turm vor", sagte der Weltmeister.
Leicht entrüstet erwiederte sein Kontrahent: "Aber wieso denn? Sie kennen mich doch überhaupt nicht".
"Eben deswegen!" antwortete Aljechin.
Zweispringerspiel
Im Frühjahr 1895 hielt der Weltmeister Emanuel Lasker in London Vorlesungen über das Schachspiel.
Bei einer solchen wurde er von einem jungen Zuhörer gebeten, ihm doch ein paar Tipps zum
"Zweispringerspiel" zu geben.
Lasker zeigte ihm rasch einige aktuelle Varianten und sein Zuhörer verfolgte dies aufmerksam. Als
Lasker zum Ende gekommen war fragte er ihn, ob er alles verstanden hat und sich denn jetzt mit dem
Zweispringerspiel einigermaßen auskennt.
Der Zuhörer aber schüttelte den Kopf und erwiederte: "Sie meinen ein ganz anderes Zweispringerspiel
als ich. Meister Blackburne spielt hin und wieder gegen mich - dabei gibt er mir beide Springer vor
und ich komme einfach nicht an gegen seine verflixte Eröffnung!"
Unerwarteter Erfolg
Um seine finanzielle Lage zu verbessern, spielte der Weltmeister Steinitz regelmäßig in einem
Londoner Cafehaus Schach-Schnellpartien um Geld, meist handelte es sich um ein englisches Pfund.
Einer seiner besten Dauerkunden war ein englischer Geschäftsmann, der jedoch sehr schwach spielte,
daher immer verlor.
Nachdem sich dieser Spielverlauf wochenlang wiederholt hatte überlegte ein Freund Steinitzs, ob es
nicht ratsamer sei, seinen wohlhabenden Partner auch einmal gewinnen zu lassen, bevor jener das
Interesse am Schachspielen mit dem Weltmeister verliere und Steinitz somit seinen besten Kunden.
Diese Überlegung erschien auch Steinitz sinnvoll und er beschloss daraufhin, die nächste Partie zu
verlieren.
So stellte er im anschließenden Spiel seine Dame ungedeckt seinem Gegner entgegen. Als jener dies
schließlich nach sechs weiteren Zügen bemerkte und die Dame schlug, gab Steinitz sofort auf. Er
schob die Schachfiguren zusammen und begann, sie für die nächste Partie aufzustellen. Davon wollte
sein Gegner allerdings nichts mehr wissen.
Er schrie: "Ich habe den Weltmeister besiegt! Ich habe den Weltmeister besiegt!", stürmte aus dem
Cafehaus und wurde dort nie mehr gesehen.
Psychiatrie
Zum wiederholten Mal fand ein Wettkampf zwischen der Mannschaft eines Schachvereins und der
eines Psychiatrischen Krankenhauses mit Ärzten und Patienten statt, wobei nicht immer der
Schachverein siegte!
Während des Spiels schlug ein Mitglied des Schachvereins einen Bauern seines Gegners "en passant".
Jener stutzte und fragte, was dies bedeuten solle. Sein Kontrahent erklärte ihm, dass ein ganz regulärer
Zug stattgefunden habe. Doch er ließ sich davon nicht überzeugen und sagte:
"En passant! En passant! Nee, nee! Es mag sein, dass wir alle hier verrückt sind, aber soooo verrückt
sind wir nun doch nicht. Stellen Sie nun den Bauern wieder hin!"
Lukas Podolski
Eine "Weisheit" unseres Nationalspielers:
"Fußball ist wie Schach, nur ohne Würfel!"