Keine Chance gegen den Aufstiegsfavoriten

Gegen den Klub Kölner Schachfreunde gab es nichts zu holen: Mit 2:6 holten die laut Schachorakel zum Aufstieg verdammten Kölner den erwarteten Sieg in Kamen ab. Nach Remisen von Thomas Rumpf und Udo Seepe hielt lediglich Ralf Kilian die Kamener Fahne hoch. Unter Bauernopfer drückte Ralf einen Freibauern bis zur vorletzten Reihe des Gegners durch und dann musste die Qualle gespuckt werden. Der Rest war leichtes Spiel für unseren Ralfi.

Aber alle restlichen Kamener mussten sich der Reihe nach ergeben: Frank Kleinegger, Jens Lütke, Heinz Georg, Dr. Christian Weidemann. Und auch Hansi Himmel war diesmal das Stellungsglück nicht hold.

Nach dieser saftigen Niederlage ist Kamen jetzt mit 0 Punkten aus 2 Kämpfen auf einem Abstiegsplatz angekommen. In vier Wochen in Brackel läufts hoffentlich besser. Allerdings sind die Dortmunder aktueller Tabellenführer und der Schiedsrichter ist derselbe wie am Sonntag: Dirk Schiefelbusch…

Aber vorwärts, Leute: Macht sie trotzdem weg!

 

 

4. Runde des 11. Franz-Kappenberg-Open

Die vierte Runde findet am 8. November statt.

Paarungen der 4. Runde des 11. Franz-Kappenberg-Open

BrettNamePkt.-NamePkt.Ergebnis
1Signorile, Paolo(2)-Georg, Heinz(2½)
2Markert, Dirk(2)-Traunecker, Thomas(2)
3Berens, Thomas(2)-Späh, Jan Lukas(1½)
4Georg, Felix(1½)-Zimmer, Sebastian(1½)
5Seepe, Udo(1½)-Koch, Marcel(1)
6Püttmann, Luca(0)-Tubis, Reiner(½)

Paarungen der 3. Runde des 11. Franz-Kappenberg-Open

BrettNamePkt.-NamePkt.Ergebnis
1Georg, Heinz(1½)-Seepe, Udo(1½)1:0
2Traunecker, Thomas(1½)-Berens, Thomas(1½)½:½
3Koch, Marcel(1)-Markert, Dirk(1)0:1
4Späh, Jan Lukas(1)-Georg, Felix(1)½:½
5Tubis, Reiner(½)-Signorile, Paolo(1)0:1
6Püttmann, Luca(0)-Zimmer, Sebastian(½)0:1

3. Runde des 11. Franz-Kappenberg-Open

Paarungen der 3. Runde des 11. Franz-Kappenberg-Open

BrettNamePkt.-NamePkt.Ergebnis
1Georg, Heinz(1½)-Seepe, Udo(1½)1:0
2Traunecker, Thomas(1½)-Berens, Thomas(1½)½:½
3Koch, Marcel(1)-Markert, Dirk(1)0:1
4Späh, Jan Lukas(1)-Georg, Felix(1)½:½
5Tubis, Reiner(½)-Signorile, Paolo(1)0:1
6Püttmann, Luca(0)-Zimmer, Sebastian(½)0:1

Paarungen der 2. Runde des 11. Franz-Kappenberg-Open

BrettNamePkt.-NamePkt.Ergebnis
1Seepe, Udo(1)-Traunecker, Thomas(1)½:½
2Markert, Dirk(1)-Georg, Heinz(½)0:1
3Georg, Felix(½)-Koch, Marcel(½)½:½
4Berens, Thomas(½)-Tubis, Reiner(½)1:0
5Zimmer, Sebastian(½)-Späh, Jan Lukas(0)0:1
6Signorile, Paolo(0)-Püttmann, Luca(0)1:0

2. Runde Stadtmeisterschaft

Beim 11. Franz-Kappenberg-Open ist schon nach 2 Partien niemand mehr ohne Verlustpunkt, denn Udo Seepe und Thomas Traunecker machten nach 6 aufregenden Zügen remis. Reiner Tubis wehrte sich lange gegen Thomas Berens aus Bochum, verlor dann aber doch den Läufer. Sebastian Zimmer aus Werl veropferte sich und musste gegen Jan Lukas Späh aufgeben. Im ewigen Duell Felix Georg – Marcel Koch rettete sich Marcel durch ein Qualitätsopfer aus schwieriger Stellung ins Remis.

Und dann war da noch die Partie von Dr. Dirk Markert gegen Titelverteidiger Heinz Georg:

Das Brett steht in Flammen! Heinz spielte 23. … Kf7!? und meint den Läufer zu gewinnen. Und er hat damit Erfolg, denn Dirk spielte nach langem grübeln 24. Txc4? Nach … dxc4 hing dann auch noch der Springer, also bald 0:1. Aber 24. Dh3! hätte laut Computer zum Dauerschach gereicht.

Übrigens ist der richtige schwarze Zug in dieser Stellung 23. … Kh8! 24. Le6  (Lxg6 Tg8-+) Txe4 25. Dh3 Tc4! mit klarem Vorteil für Schwarz.

Jetzt führen 4 Spieler mit jeweils 1,5 Punkten das Feld an: Seepe, Traunecker, H. Georg und Berens. Am Freitag 11.10., 20.00 Uhr steht in der Heerener Str. 205 u.a. die Spitzenpaarung der Topgesetzten Georg – Seepe an. Zuschauer sind herzlich willkommen.

Beim Würfeln verloren

Was war das denn?

Ein unglaublicher Mannschaftskampf für unsere Erste in Iserlohn: Nur ein einziges Spiel verlief so wie man das erwarten konnte: Jens Lütke remisierte nach ereignisloser Partie. Dann machte Thomas Rumpf ebenfalls remis weil er gar nicht bemerkt hatte, wie vorteilhaft seine Stellung war.

Und was jetzt folgte, war einfach nicht zu fassen. Alle restlichen Partien hatten Ergebnisse, die höchstens beim Würfeln normal genannt werden können.

Udo Seepe hatte seinem Gegner schön eine Qualität abgenommen und alle gingen davon aus, das er gewinnt. Aber dann machte er einen Harakiri-Zug und nach einem gegnerischen Springeropfer war sofort Schluss. Heinz Georg kam mit Weiß prächtig aus der Eröffnung und hatte auch einen Mehrbauern. Wenige Züge später jedoch war der Bauer wieder weg und plötzlich stand Schwarz viel besser. Oh je… Jetzt lehnte Ersatzmann Marcel Koch mutig remis ab als man sogar befürchten musste, er könnte vielleicht bald matt werden. Der Computer bestätigt sogar die Einschätzung des Kameners, allerdings mit ganz anderen Zügen als dann gespielt wurden… Und es ging noch weiter: im Endspiel dachte man zuerst Marcel wäre im Vorteil, dann stand er wohl auf Verlust, dann wieder viel besser und es wurde am Ende ein Patt…

Hansjörg Himmel war mit Schwarz sehr gut aus der Eröffnung gekommen, verlor dann aber völlig den Faden und ausserdem einen Bauern nach dem anderen. Und auch beim Spitzenbrett Dr. Christian Weidemann sah es anfänglich klar vorteilhaft für Kamen aus aber auch ihn verließ das Würfelglück und seine Position wurde allmählich immer schlechter. Bis er sich geschlagen geben musste.

Bei Frank Kleinegger war das Chaos noch schlimmer, denn er stand mit Schwarz schlichtweg platt. Aber der Gegner fand nicht den richtigen Weg zum matt und plötzlich lebte Frank wieder. Nach der Zeitkontrolle stand er dann plötzlich sogar viel besser, forcierte aber das remis weil er so glücklich war, nicht schon längst verloren zu haben… Heinz konnte sich jetzt immerhin in ein remis retten, nachdem er schon mehr als bedenklich gestanden hatte.

Zum krönender Abschluss machte der Gegner von Hansi einen Zug Marke „Tor des Monats“ und unser zweites Brett konnte trotz 4 Bauern weniger tatsächlich noch gewinnen:

Der Iserlohner mit Weiß befürchtete … Dh3 mit der Chance auf Dauerschach und zog doch tatsächlich Kg3?? Mit Txe4 wurde er dann kurzerhand matt gesetzt….

Am Ende stand so leider ein 3,5 : 4,5 in Iserlohn und kein guter Start in die NRW-Liga-Saison. Beim würfeln müssen die Kamener doch noch einiges lernen…