Jahreshauptversammlung am 5. Juli 2019

Liebe Vereinsmitglieder,

hiermit lädt der Vorstand zur Jahreshauptversammlung am
5. Juli 2019
um 19.30 Uhr in unser Vereinslokal in Kamen-Heeren, Heerener Str. 205 ein.

Folgende Tagesordnung:
TOP 1 Begrüßung durch den Vorsitzenden
TOP 2 Genehmigung des Protokolls der letzten JHV
TOP 3 Bericht des Vorstandes
TOP 4 Bericht der Spielleiters
TOP 5 Bericht des Jugendleiters
TOP 6 Bericht des Geschäftsführers
TOP 7 Bericht des Kassenprüfers
TOP 8 Neuwahlen
TOP 8 a) Ernennung des Versammlungsleiters
TOP 8 b) Entlastung des Vorstandes und des Geschäftsführers
TOP 8 c) Wahlen
TOP 9 Verschiedenes

Der Tor des Monats

Beide Kontrahenden kannten offenbar den Spruch: „Alle Turmendspiele sind remis!“ Allerdings gilt das natürlich nur dann, wenn auch vernünftige Züge gemacht werden…

Schwarz spielte 60. … a5 und Weiß nahm ohne lange zu überlegen den Bauern auf g4 weg. Völlig zurecht endete diese Partie später remis. Wer weiß es besser?

Lösung...
60. … a5?? 61. c3+!! +-

Saison-Endstand Scorerliste

Nach dem (leider verlorenen) Stichkampf der 2. Mannschaft und dem glorreichen Aufstieg unserer ersten Mannschaft wurde die Scorerliste auf den endgültigen Stand am Ende der Saison gebracht (siehe „Verein“).

Jan Schulte holte 100 %, nämlich 4 von 4 möglichen Punkten. Herzlichen Glückwunsch, Jan!

Das beste DWZ-Ergebnis hat Jens Lütke mit 7,5/9 am 3. Brett unserer Ersten und am fleissigsten waren Thomas Wiese und Marcel Koch mit jeweils 12 gespielten Partien in Mannschaftskämpfen.

24 Spielern weisen mindestens 50 % (bei mindestens 3 gespielten Partien) auf. Dabei sind jeweils 7 aus unseren ersten beiden Mannschaften.

Respekt, Leute!

Aufstieg in die NRW-Liga!

Nur eine Saison hat unsere erste Mannschaft in der Regionalliga gebraucht, um wieder zurückzukehren in die 4. Schachliga Deutschlands. Herzlichen Glückwunsch, Leute! Und das trotz wirklich schlechtem Saisonstart. Noch vor Weihnachten lagen wir mit 4:4 Mannschaftspunkten im Mittelfeld und konnten kaum noch dran glauben, denn nur Platz 1 berechtigt zum Aufstieg in die NRW-Liga.  Platz 2 bis 7 hätte wegen der Neuordnung der Ligen nur die NRW-Klasse bedeutet.

Aber das Liga-Orakel hat auch damals schon noch immer an uns geglaubt. Und so ein Orakel können wir ja nicht enttäuschen. Also mussten eben alle restlichen Kämpfe gewonnen werden und auch noch deutlich.  Gesagt – getan: wir können es also doch noch!

Der letzte Kampf der Saison gegen Weiße Dame Borbeck war jedoch ein Ritt auf der Rasierklinge. 2,5 Stunden waren gespielt und ausser einem Remis von Ralf Kilian war der Endstand unmöglich zu bestimmen. Remisangebote von Ersatzmann Thomas Traunecker und Thomas Rumpf wurden glashart abgelehnt, denn Borbeck durfte auf keinen Fall verlieren, da das für sie den Abstieg bedeuten würde. Alles war möglich und auf allen restlichen 7 Brettern war die Hölle los.

Frank Kleinegger hatte sich offenbar veropfert und stand mit einer Figur weniger mit dem Rücken zur Wand. Thomas Rumpf merkte jetzt auch, warum sein Gegner remis abgelehnt hatte denn da schlug ein weißer Springer auf f7 ein und das war der Anfang vom Ende seiner Königsstellung. Bald danach musste Thomas aufgeben. Heinz Georg hatte schon aus der Eröffnung heraus einen Bauern mehr und schleppte diesen in ein gutes Endspiel. Und auch unser Vereinsvorsitzender Thomas Traunecker konnte seinem Gegner einen Bauern abluchsen, allerdings hatte er 2 Springer gegen das feindliche Läuferpaar. Die Läufer standen jedoch beide hinter ihren Bauern ohne die Möglichkeit auszubrechen und so konnte Thomas gefahrlos auf Gewinn spielen.

Hansjörg Himmel holte jetzt die große Keule raus und schmetterte mutig seinen Springer für 2 Bauern und Angriff nach f7. In der Analyse ergab sich, das Schwarz den Angriff hätte abwehren können. Aber am Brett mit wenig Bedenkzeit schaffte der Essener (für uns zum Glück) die richtigen Züge nicht. Und noch ein größeres Wunder ereignete sich am Brett von Frank Kleinegger. Der Gegner mit Figur mehr und auch reichlich Zeit spielte nicht mehr die besten Züge, sondern wollte Frank wohl über die Zeit schieben. Das sollte man nie machen. Frank liess sich auch nicht foppen und durch einen Trick holte er sich die Figur zurück und gewann nach weiteren gegnerischen Ungenauigkeiten sogar noch!

Es geht aber auch andersherum: Unser Spitzenbrett Dr. Christian Weidemann hatte in guter Stellung 3 Züge zur Auswahl und konnte sich nicht entscheiden. Leider spielte er dann genau den falschen und verlor unnötigerweise! Nachdem nun Hansi den vollen Punkt geholt hatte stand es nach 4 Stunden 2,5 : 2.5. Beim Fußball würde man sagen: Es ging in die Verlängerung.

Dann kam gute Kunde aus Essen: Das punktgleiche Essen-Katernberg lag gegen Wattenscheid 1:3 zurück. So reichte jetzt schon ein knapper Sieg, um den Aufstieg klarzumachen. Mit einem Kantersieg hingegen hätte Katernberg uns noch abfangen können. Unsere Hochachtung an Wattenscheid, das die den Kampf nicht abgeschenkt haben, obwohl es für sie um gar nichts mehr ging.

Nach 18 Uhr hellten sich die Kamener Mienen immer weiter auf: Alle drei restlichen Kamener standen prächtig. Und 2 Punkte würden ja schon reichen. Es sollten sogar 3 werden, denn sowohl Thomas Traunecker, Heinz Georg als auch Jens Lütke gewannen ihre guten Endspielstellungen durch starke Leistungen und schraubten den Sieg sogar noch auf 5,5 : 2,5. Weiße Dame Borbeck wurde letztlich unter Wert geschlagen und damit zum Abstieg verurteilt, denn sogar ein Sieg war zeitweise für sie drin. Aber der stärkere Kampfgeist hat wohl den Ausschlag gebracht und so heißt es in der nächsten Saison: Herzlich willkommen in der NRW-Liga, Kamen I!

Viererpokal: Erst im Viertelfinale war Schluss

Schon bei der Auslosung am Samstag war erkennbar das das ein ganz schweres Wochenende für uns Kamener würde: Münster und Erkenschwick traten mit 7 Titelträgern an, 3 IM und 4 FM waren am Start. Ach du Schreck! Und wir mussten zusätzlich auf unsere beiden ersten Bretter verzichten.

Aber wir waren trotzdem guten Mutes: Denn Heimspiele beim Viererpokal haben wir meist gewonnen! Also kein Problem: Das Los wies uns Münster zu, die waren ja nur mit einem IM und 3 FMs da und hatten auch nur einen Elo-Schnitt von 2322. Auf unserer Seite: FM Jens Lütke, Ralf Kilian, Frank Kleinegger und Heinz Georg. Aber das wir nicht chancenlos waren, wurde bald klar: Heinz stand bald ziemlich gut und IM Lawrence Webb hatte gegen Jens seine Dame eigenartig abseits gestellt.

Ralf verlor jetzt allerdings einen Bauern, ebenso wie Frank. Dann gewann Heinz in seiner besten Partie seit langem (gegen FM Christoph Kamp ELO 2312) ein Turmendspiel (hört, hört!) und Jens‘ Stellung wurde immer besser. Und letztlich kam es genau so: auch Jens gewann, Ralf und Frank (nach über 6 Stunden großem Kampf) verloren und es stand 2:2 mit Gleichstand bei der Feinwertung. Also musste auch noch geblitzt werden. Und jetzt machte Ralf Kilian den entscheidenden Unterschied: Alle anderen Blitzmatches endeten 1:1, aber Ralf holte 1,5 : 0,5 und Kamen hatte gewonnen!

Die Partie des Monats: FM Jens Lütke – IM Lawrence Webb (ELO 2349)

  1. d4 Sf6
  2. Lf4 c5
  3. e3 d5
  4. Sf3 Sc6
  5. Sbd2 cxd4
  6. cxd4 Lg4
  7. c3 e6
  8. Da4 Lxf3
  9. Sxf3 Ld6
  10. Lxd6 Dxd6
  11. Ld3 0-0
  12. 0-0 a6
  13. a3 b5
  14. Dc2 Tfc8
  15. De2 Df4
  16. Tae1 Tab8
  17. g3 Dh6?
  18. h4 Dh5
  19. Kg2 Sa5
  20. Dc2 Sc4
  21. Sg5 a5
  22. f3 b4
  23. axb4 axb4
  24. Kh3 c3
  25. g4 Dh6
  26. c3 Tb2
  27. Dc1 Tfb8

Schwarz hätte längst g6 spielen sollen, um seine Dame zu befreien. Jetzt läßt Jens ihn nicht mehr:

28. Df4! Tf8 29. Tb1 Te8? 30. Txb2 Sxb2 31. Lxh7+! Kf8 32. Dd6+ Te7 33. Ta1 Se8 34. Dc5!+- Sc4 35. Ta8 (droht Txe8+ und Dc8 matt!) Sd6 36. Dxd6 1:0   Klasse, Jens!

Also war Kamen jetzt unter den besten 8 Pokalmannschaften aus NRW! Allerdings wartete dann am Sonntag Erkenschwick auf uns und die hatten an den ersten 3 Brettern 2 IMs und einen FM. Alle aus Holland importiert und alle um die ELO 2400. Da hatten die Kamener dann keine Chance: Es dauerte zwar lange, aber dann verloren Jens Lütke (gegen IM Jens Jelmer ELO 2405), Heinz Georg (gegen FM Frank Erwich ELO 2383) und Marcel Koch. Immerhin remis erzwang Thomas Rumpf gegen IM Robert Ris mit ELO 2457!

Trotzdem: Gegen diese geballte Macht der Schachmeister hat Kamen sich wirklich gut verkauft. Jetzt warten wir auf den Showdown unserer ersten beiden Mannschaften am nächsten Wochenende. Beide können aufsteigen: Daumendrücken!

Kamen 3: Saisonabschluß 2018/19

Für die Dritte lief die Saison besser als im vorherigen Jahr. In diesem Jahr konnten wir den Klassenerhalt bereits in der vorletzten Runde sichern. Im letzten Kampf gegen Lünen-Horstmar mußten wir leider auf Kurt Markert verzichen, so dass wir nur mit sieben Spielern antreten konnten. Mit fünf Remisen von Thomas Wiese, Hans Rybicki, Dominik Riemer, Wolfgang Finke und Max Zeitz und leider zwei Niederlagen von Wolfgang Grundmann und mir fiel das Ergebnis zu Gunsten von Lünen-Horstmar aus.

Hervorheben möchte ich die Leistung von Thomas Wiese an Brett 1, der in dieser Saison keine Niederlage zu ließ.